Besuch beim Verein für Heimatpflege in Epfenbach
4. Juli 2010
Längst überfällig war der Besuch von Vorstand und aktiven Vereinsmitgliedern bei den Freunden vom Heimatmuseum in Epfenbach, denn die überaus hilfsbereiten Epfenbacher hatten den Verein Homo heidelbergensis von Mauer im Jubiläumsjahr 2007 mit großem Engagement unterstützt. Bei der Produktion des Jubiläumsfilmes wurden nämlich diverse Gegenstände benötigt, welche die Szenen über den Urmenschenfund authentisch erscheinen ließen - Kleider, Werkzeuge, Schubkarre und sogar ein großer Leiterwagen wurden aus Epfenbach herbeigeschafft und von Helmut Ambiel mit faszinierender Fachkenntnis in der Sandgrube Grafenrain auf- und abgebaut. Alles wurde unserem Verein für die Filmaufnahmen und teilweise sogar für die gesamte Dauer der Ausstellung unentgeltlich zur Verfügung gestellt.
In der Zeit nach der Ausstellung gab es immer wieder Anläufe, bei einem Besuch die Leihgaben zurückzubringen, doch erst am 4. Juli 2010 war es schließlich soweit.
Unsere Delegation wurde vom engagierten Vorsitzenden Jürgen Kurz, seinen Vorstandskollegen Helmut und Thomas Ambiel, Altbürgermeister Meinhard Seel, amtierendem Bürgermeister Joachim Bösenecker und weiteren Museumsfreunden aufs herzlichste empfangen. Unser Vereinsvorsitzender Erich Mick bedankte sich für die Unterstützung, und nachdem Leihgaben, Geschenke und ein von Günther Riedling zusammengestellter Film übergeben worden waren, gab es eine Führung durch das beeindruckende Heimatmuseum, das nicht nur die typische Ausstattung eines Bauernhauses aus dem vorigen Jahrhundert enthält, sondern den Besucher auch in 14 Räumen mit unterschiedlichen Szenerien und Sammlungen durch völlig unterschiedliche Lebensbereiche führt. Handwerk, Kirchengeschichte, Militär und Landwirtschaft sind nur einige der Aspekte, die durch die liebevoll zusammengetragenen Exponate veranschaulicht werden. Darüber hinaus rundet der Hof mit Scheune, Schmiede, Schusterwerkstatt und Stallungen den lebendigen Eindruck eines bäuerlichen Anwesens ab - zwar ist der Misthaufen aus dem Hof verschwunden, doch das einst täglich frequentierte Häuschen mit dem Herz in der Tür und ständiger Frischluftzufuhr ist noch da.
Nach dem Rundgang und lebhaften Unterhaltungen wurde der Austausch im Gasthaus zum Ochsen bei deftigem Essen vertieft und die freundschaftliche Verbundenheit beider Vereine bekräftigt. Zwar zeigen die Museen von Mauer und Epfenbach völlig unterschiedliche Bereiche der Kultur unserer Region, doch sie haben eines gemeinsam: das Engagement der Bürger, die das geschichtliche Erbe bewahren.
Weitere Informationen unter: www.heimatverein-epfenbach.de